Provision

Lerne, wie Verkäufer eine Provision verdienen: Provision berechnen, Gesamtverdienst mit Grundgehalt, Provisionssatz, nötigen Umsatz für ein Wunscheinkommen und Staffelprovision.

Mittelstufe25 MinLektion

Definition

Eine Provision ist Geld, das ein Verkäufer als Prozentsatz dessen verdient, was er verkauft. Dieser Prozentsatz heißt Provisionssatz.
Die Provision ist die Prozentformel, die du schon kennst, W=p%⋅GW = p\% \cdot G: Der Grundwert ist der Umsatz, der Prozentwert ist die Provision:
Provision=Provisionssatz×Umsatz\text{Provision} = \text{Provisionssatz} \times \text{Umsatz}
Viele Stellen zahlen ein festes Grundgehalt plus Provision:
Gesamtverdienst=Grundgehalt+Provisionssatz×Umsatz\text{Gesamtverdienst} = \text{Grundgehalt} + \text{Provisionssatz} \times \text{Umsatz}
Beispiel: Eine Verkäuferin verdient 1.500 € im Monat plus 4 % vom Umsatz. Bei einem Umsatz von 10.000 € beträgt die Provision 0,04×10.000=4000{,}04 \times 10.000 = 400 €, der Gesamtverdienst also 1.500+400=1.9001.500 + 400 = 1.900 €.
Schreibe den Satz immer als Dezimalzahl, bevor du multiplizierst: 4 %=0,044\,\% = 0{,}04.

Probier es gleich aus

Eine Verkäuferin erhält 5 % Provision. Ihr Umsatz diese Woche beträgt 2.000 €. Wie viel Euro Provision verdient sie?

Lösungsbeispiele

Eine Immobilienmaklerin verkauft ein Haus für 250.000 €. Ihr Provisionssatz beträgt 3 %. Wie viel Provision verdient sie?

1

Schreibe den Satz als Dezimalzahl

3 %=3100=0,033\,\% = \frac{3}{100} = 0{,}03

2

Multipliziere den Satz mit dem Umsatz

0,03×250.000=7.5000{,}03 \times 250.000 = 7.500

3

Prüfe mit 1 %

1 %1\,\% von 250.000250.000 sind 2.5002.500, und 3×2.500=7.5003 \times 2.500 = 7.500 → Gleiches Ergebnis

Häufige Fehler

Mit der Prozentzahl multiplizieren: 3×250.000=750.0003 \times 250.000 = 750.000

Warum es falsch ist: 3 % bedeutet 3 von 100, nicht 3 Mal das Ganze. Die Provision kann nie größer sein als der Umsatz.

Richtig: Schreibe den Satz zuerst als Dezimalzahl: 0,03×250.000=7.5000{,}03 \times 250.000 = 7.500

Nur die Provision angeben, obwohl nach dem Gesamtverdienst gefragt ist

Warum es falsch ist: Zum Gesamtverdienst gehört das Grundgehalt. Die Provision ist nur der zusätzliche Teil.

Richtig: Gesamtverdienst = Grundgehalt + Provision: 1.800+1.200=3.0001.800 + 1.200 = 3.000

Den höheren Staffelsatz auf den ganzen Umsatz anwenden: 0,08×15.000=1.2000{,}08 \times 15.000 = 1.200

Warum es falsch ist: Bei der Staffelprovision gilt jeder Satz nur für seinen eigenen Teil des Umsatzes.

Richtig: Teile den Umsatz auf: 0,05×10.000+0,08×5.000=500+400=9000{,}05 \times 10.000 + 0{,}08 \times 5.000 = 500 + 400 = 900

Beim nötigen Umsatz das Grundgehalt nicht abziehen: 2.5000,05=50.000\frac{2.500}{0{,}05} = 50.000

Warum es falsch ist: Nur der Teil des Einkommens über dem Grundgehalt muss aus der Provision kommen.

Richtig: Zuerst abziehen: 2.500−1.200=1.3002.500 - 1.200 = 1.300, dann 1.3000,05=26.000\frac{1.300}{0{,}05} = 26.000

Interaktive Visualisierung

Balkendiagramm

Grundgehalt 1.500 + 4 % Provision

0(1500 €)
5.000(1700 €)
10.000(1900 €)
15.000(2100 €)
20.000(2300 €)

Verhältnis-Banddiagramm

Bis 10.000: 5 %
5000
5000
= 10.000
Über 10.000: 8 %
5000
= 5000
Gesamtumsatz
= 3 (15.000)
Wenn Gesamt ist:
Bis 10.000: 5 % Wert:10.000
Über 10.000: 8 % Wert:5000

Interaktiver Sandkasten

Ausdrucksrechner

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Einfach

Eine Verkäuferin erhält 5 % Provision. Ihr Umsatz diese Woche beträgt 2.000 €. Wie viel Euro Provision verdient sie?

Warum es wichtig ist

Die Provision bestimmt das Einkommen von Millionen Menschen:
  • Immobilienmakler verdienen oft 2 % bis 3 % vom Preis jedes verkauften Hauses
  • Autoverkäufer bekommen meist ein Grundgehalt plus einen Prozentsatz von jedem verkauften Auto
  • Verkäuferinnen und Verkäufer in Elektronik- oder Modegeschäften erhalten oft einen kleinen Prozentsatz zusätzlich zum Lohn
  • Stellenangebote im Verkauf lassen sich ohne Mathe kaum vergleichen: Sind 2.000 € plus 3 % besser als 1.400 € plus 5 %?
Wenn du mit Provision rechnen kannst, kannst du eine Gehaltsabrechnung prüfen, ein Umsatzziel festlegen und entscheiden, welches Angebot wirklich mehr bringt.

Anwendungen im echten Leben

Immobilienmakler

Wird ein Haus verkauft, bekommt der Makler, der beim Verkauf geholfen hat, einen Prozentsatz vom Verkaufspreis.

Beispiel:

Bei einer Wohnung für 400.000 € und 2 % Provision verdient der Makler 0,02×400.000=8.0000{,}02 \times 400.000 = 8.000 €.

1Probiere es selbst

Eine Maklerin verkauft ein Haus für 320.000 €. Ihr Provisionssatz beträgt 2,5 %.

Wie viel Provision verdient sie, in Euro?

Schritt 1: Schreibe den mathematischen Ausdruck

Multipliziere den Verkaufspreis mit dem Satz als Dezimalzahl:

Stellenangebote im Autohaus vergleichen

Verkaufsstellen kombinieren oft ein festes Grundgehalt mit Provision. Ein höheres Grundgehalt ist sicherer, ein höherer Satz bringt mehr, wenn der Umsatz gut ist.

Beispiel:

Angebot A zahlt 2.000 € plus 3 %, Angebot B zahlt 1.400 € plus 5 %. Beide zahlen gleich viel, wenn 0,02×Umsatz=6000{,}02 \times \text{Umsatz} = 600 ist, also bei 30.000 € Umsatz. Darüber zahlt Angebot B mehr.

2Probiere es selbst

Angebot A: 2.000 € im Monat plus 3 % vom Umsatz. Angebot B: 1.400 € im Monat plus 5 % vom Umsatz. Du rechnest mit 40.000 € Umsatz im Monat.

Wie viele Euro mehr im Monat zahlt das bessere Angebot?

Schritt 1: Schreibe den mathematischen Ausdruck

Ziehe den Gesamtverdienst von Angebot A von dem von Angebot B ab:

Das Umsatzziel einer Verkäuferin

Verkäuferinnen und Verkäufer mit Provision setzen sich oft ein monatliches Umsatzziel, um das nötige Einkommen zu erreichen.

Beispiel:

Mit 1.500 € Grundgehalt und 4 % Provision bringen 20.000 € Umsatz 1.500+800=2.3001.500 + 800 = 2.300 € (siehe Balkendiagramm).

3Probiere es selbst

Eine Verkäuferin verdient 1.500 € im Monat plus 4 % Provision. Sie möchte diesen Monat 1.900 € verdienen.

Wie viel muss sie verkaufen, in Euro?

Schritt 1: Schreibe den mathematischen Ausdruck

Teile die nötige Provision durch den Satz:

Wichtige Erkenntnisse

  • 1Provision = Provisionssatz × Umsatz, also die Prozentformel mit dem Umsatz als Grundwert
  • 2Schreibe den Satz vor dem Multiplizieren immer als Dezimalzahl: 3 %=0,033\,\% = 0{,}03, 2,5 %=0,0252{,}5\,\% = 0{,}025
  • 3Gesamtverdienst = Grundgehalt + Provision
  • 4Provisionssatz = Provision : Umsatz, dann mal 100 für die Prozentangabe
  • 5Nötiger Umsatz = (Wunscheinkommen - Grundgehalt) : Satz
  • 6Staffelprovision: Wende jeden Satz nur auf seinen eigenen Teil des Umsatzes an und addiere dann die Teile

Häufig gestellte Fragen

Nicht ganz. Die Provision hängt an jedem einzelnen Verkauf und wächst mit jedem verkauften Euro. Ein Bonus ist meist ein fester Zusatzbetrag für das Erreichen eines Ziels.
Nicht ganz. Die Provision hängt an jedem einzelnen Verkauf und wächst mit jedem verkauften Euro. Ein Bonus ist meist ein fester Zusatzbetrag für das Erreichen eines Ziels.
Nein. Dann würde der Verkäufer mehr verdienen, als das Verkaufte kostet. Echte Sätze liegen meist zwischen 1 % und 20 %.
Um starke Verkäufer zu belohnen. Ein höherer Satz ab einem bestimmten Betrag macht jeden weiteren Verkauf wertvoller, also lohnt es sich, über die erste Stufe hinaus zu verkaufen.
Berechne den Gesamtverdienst jedes Angebots für den Umsatz, den du erwartest. Du kannst auch den Umsatz bestimmen, bei dem beide gleich viel zahlen: Darunter gewinnt das höhere Grundgehalt, darüber der höhere Satz.

Glossar

Provision
Geld, das man als Prozentsatz des eigenen Umsatzes verdient
Provisionssatz
Der Prozentsatz des Umsatzes, der als Provision gezahlt wird, zum Beispiel 3 %
Umsatz
Der Gesamtwert dessen, was verkauft wurde, also der Grundwert in der Prozentformel
Grundgehalt
Ein fester Betrag, der unabhängig vom Umsatz gezahlt wird
Gesamtverdienst
Grundgehalt plus Provision
Staffelprovision
Ein System, bei dem für verschiedene Teile des Umsatzes verschiedene Sätze gelten, zum Beispiel 5 % bis 10.000 und 8 % darüber

Formelkarte

Provision

Provision=Satz×Umsatz\text{Provision} = \text{Satz} \times \text{Umsatz}

Schreibe den Satz zuerst als Dezimalzahl

Gesamtverdienst

Verdienst=Grundgehalt+Satz×Umsatz\text{Verdienst} = \text{Grundgehalt} + \text{Satz} \times \text{Umsatz}

Festes Gehalt plus Provision

Provisionssatz

Satz=ProvisionUmsatz\text{Satz} = \frac{\text{Provision}}{\text{Umsatz}}

Mal 100 ergibt die Angabe in Prozent

Nötiger Umsatz

Umsatz=Ziel−GrundgehaltSatz\text{Umsatz} = \frac{\text{Ziel} - \text{Grundgehalt}}{\text{Satz}}

Umsatz, der ein Wunscheinkommen bringt

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